Fliegen wird teurer. Glauben Sie nicht? In einem Punkt schon: Die Billigflieger verlangen demnächst für Sandwiches und andere kleine Snacks Geld. Oder andersherum: Gab es bisher auf ihren Flügen kostenlos etwas zu knabbern, so wird das in Zukunft gestrichen, schreibt das Magazin Der Spiegel.

Natürlich wird dadurch das Fliegen an sich nicht teurer, eher im Gegenteil. Die Fluggesellschaften reagieren damit bloß auf einen Trend: Die Kunden sind es nämlich, die alles immer günstiger wollen. Das glauben jedenfalls die Fluggesellschaften, und so ganz Unrecht werden sie damit nicht haben. Und wenn der Flug schon fast nichts mehr kosten darf, muss man eben an anderen Leistungen sparen. Beim Essen fängt es an. Ich finde, das ist ein gefährlicher Trend. Nicht, weil ich so dringend ein Tütchen Chips oder ein labbriges Sandwich im Flieger bräuchte und dafür nichts zahlen möchte. Sondern weil damit in Zeiten, in denen wir verstärkt auf nachhaltigen Tourismus achten sollten, ein ungutes Zeichen gesetzt wird: Billigfliegen ist okay, und wenn’s noch billiger geht, bitte schön.

Billigflieger und die Umwelt:

Wie Billigflieger sparenIn dem Artikel ist darüber hinaus zu lesen, dass die Fluggesellschaften recht findig sind, wenn es darum geht, Geld zu sparen. Snackautomaten, die am Flughafen aufgestellt werden und deren Inhalt Reisende dann mit in den Flieger nehmen dürfen, sind das eine. Man geht sogar so weit, dass die Bordessen im Ausland produziert werden. Danach werden sie dann kilometerweit bis nach Deutschland transportiert. Auf der Straße, versteht sich. Umwelt? Darum können wir uns ja später kümmern.

Können wir eben nicht! Woran wird als Nächstes gespart? Vielleicht an der Sicherheit? So oder so, wir sollten einsehen, dass die Zeit üppiger Flugreisen sich dem Ende neigen muss. Weniger Urlaube, dafür mit mehr Genuss, das ist eine Divise, der ich mich gerne anschließe. Entschleunigen ist vielleicht die Gegenbewegung zu immer billigeren Flügen. Nicht, dass wir gar nicht mehr fliegen sollten – aber einfach mit mehr Verstand. Das geht, und es ist besser für die Umwelt. Bis sich diese Erkenntnis durchsetzt, wird es aber wohl noch ein Weilchen dauern.

Bildquelle: Jet Aeroplane Landing © Colinda McKie – Fotolia.

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