Technik kann so schön sein, uns den Alltag erleichtern, die Zeit vertreiben. Die technischen Möglichkeiten, die uns heute zur Verfügung stehen, sind enorm. Und das theoretisch überall – auch über den Wolken. Aber eben nur theoretisch, wie ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen erinnert: Denn Internet im Flieger ist immer noch teuer.

Internet im FliegerPrinzipiell wäre das keine Meldung wert: Können wir im Flugzeug nicht einfach mal aus dem Fenster schauen oder lesen? Auch sich mit den Mitreisenden unterhalten soll ja eine Option sein. Das sehen Geschäftsleute und allgemein die Generation Digital sicher anders. Während es manchen Reisenden bloß darum geht, schnell von A nach B zu kommen, brauchen andere eben auch im Flieger Netz, um mal schnell eine Präsentation fertig zu stellen oder jederzeit erreichbar zu sein. Einige Fluggesellschaften – genau, die Billigflieger voran – haben nicht mal Wlan an Bord. Andere lassen sich den Online-Luxus einiges kosten.

Pardon, sie lassen Sie als Reisenden zahlen. In dieser Hinsicht sind Flugreisende ja Kummer gewohnt – zuletzt verkündete die Lufthansa, dass Sie demnächst sogar nach Afrika nur mit Handgepäck reisen können, toll! Endlich mal mit leichtem Gepäck unterwegs! Bloß bedeutete diese Nachricht im Umkehrschluss nur, dass Sie demnächst deutlich mehr dafür zahlen dürfen, einen Koffer mitzunehmen. Sparen ja, aber etwas mehr als eine Zahnbürste brauche ich bei weiten Strecken dann doch.

Aber zurück zum Internet im Flieger.

Das ist für viele ja mittlerweile aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – auch nicht auf Reisen, so wie der Koffer eben. Kein Wunder, dass die hohen Gebühren für etwas, das so normal geworden ist und in vielen Städten fast überall kostenlos zu haben, kaum auf Verständnis stoßen.

Neue Zeiten eben. Ich bin sicher, dass auch für dieses Problem eine Lösung gefunden wird. Auch wenn ich gerade kein Bedürfnis verspüre, im Flugzeug Updates über meine Reise auf Instagram zu posten. Aber wer weiß? Auch Fliegen ist uns alltäglich geworden. Nicht immer zum Besten für uns oder die Umwelt, das ist klar. Aber der Trend, dass alles immer extra kostet, ist bedenklich. Er bedeutet auch, dass die Fluggesellschaften an allen Ecken und Enden sparen. Weil es ein Heidengeld kostet, täglich Tausende von Menschen um die Welt zu fliegen. Die Abwägung zwischen dem, was wir auf einer Reise wirklich brauchen und dem, was einfach nur angenehm ist – wo fängt die an?

Ich nehme mir vor, darüber mal etwas intensiver nachzudenken. Vielleicht auch im Flieger. Mir genügt es nämlich noch, dabei aus dem Fenster zu schauen oder ein Buch zu lesen.

Bildquelle: Jet Aeroplane Landing © Colinda McKie – Fotolia.

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