pomodorini

 

Bruschetta bis zum Abwinken

Ich glaube nirgendwo sonst schmecken die Tomaten so gut wie auf Ischia.

Wer immer auf Ischia Urlaub macht schwärmt von den zuckersüßen Tomaten und der Bruschetta. Eigentlich ist die Bruschetta für die Italiener eine Vorspeise oder Zwischenmahlzeit.

Die Deutschen können sich daran aber gar nicht satt essen und schauen im Restaurant manchmal in ein wenig zerknittertes Gesicht des Inhabers wenn Sie anstatt eines Menüs, an dem man gut verdient, sich eine Riesenbruschetta bestellen und anschließend satt sind.

Die Bruschetta ist aber auch wirklich fantastisch. Leckeres Brot, dick geschnitten und leicht geröstet, mit einer Konoblauchzehe abgerieben, darauf Olivenöl geträufelt und dann die zuckersüßen Kirschtomaten und frisches Basilikum – ein Traum.

Tomatenvielfalt

Kaum eine andere Frucht wird auf Ischia in solchen Massen verkonsumiert wie die Tomate.Wobei man erwähnen muss, dass es viele Sorten Tomaten gibt, die ich, auch nach so manchen Jahren dort, noch nicht alle kenne. Die dicken Fleischtomaten, oft noch etwas grün geerntet, damit sie schön schnittfest sind, werden für den Tomatensalat genommen und für die Calabrese, also in Scheiben geschnittene Tomaten mit frischem Büffelmozzarella und Basilikum und nach Belieben Olivenöl..

Die kleinen , besonders süßen Tomaten werden für die Bruschetta und zum Kochen des „sugo al pomodoro“ (Tomatensauce) verwendet, wie überhaupt für viele Gerichte wo Tomaten zugefügt werden. Der „sugo“ mit den kleingeschnittenen Tomaten in Olivenöl und frischem Olivenöl ist schnell zubereitet. Aber ein richtiger „sugo“ muss langsam köcheln, je länger desto besser. Nur dann sind alle Bitterstoffe verschwunden du die Süße schmeckt so richtig hervor. Nicht nur in den ärmeren Familien gehört das Gericht „spaghetti ai pomodori“ fast täglich auf den Tisch, meist zum Mittagessen.

Vorsorgen für den Winter

Zur Haupterntezeit der Tomaten werden fast in jedem Haushalt die leeren Flaschen hervorgeholt und die Tomaten werden eingemacht. Dazu werden Sie durch eine Maschine gejagt wo das Tomatenfleisch von der Schale getrennt wird und dann püriert. Danach füllt man die Masse in Flaschen, gibt ein paar Blatt frisches Basilikum hinzu, verschließt die Flaschen und weckt sie in Riesentöpfen ein. Hundert und mehr Flaschen Tomatensugo benötigt eine Familie schon um die Wintermonate zu überleben. Diese Arbeit erledigen meist die Großmütter und es macht Freude dabei zuzuschauen. Aufgereiht nebeneinander, die roten Flaschen zu sehen mit dem guten Gefühl für den Winter vorgesorgt zu haben – ist schon schön.

Auch getrocknete Tomaten sind süß

Ebenso gedacht für den Winter sind die getrockneten Tomaten. Eine ganz besondere kleine Tomatensorte ist dafür am besten geeignet. Die Rispen mit den Minitomaten werden gekonnt auf Bast gefädelt so dass ein richtig langer Strang entsteht. Diese langen Zöpfe werden trocken und luftig aufgehangen und können so langsam trocknen. Die Feuchtigkeit verschwindet und zurück bleibt die getrocknete, süße Tomate, die sowohl für Bruschetta als auch zum Verfeinern von gekochten Gerichten immer zur Hand sind. Diese Art von Vorratshaltung kennen wir kaum noch, bewundern das aber umso mehr.

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